🇩🇪 Het Quin

Hier im Rheinland gibt es die sogenannte fünfte Jahreszeit, auch Karneval genannt. Aber irgendwie gibt es die fünfte Jahreszeit auch für Fotografen. Das ist nämlich genau die Jahreszeit, wo fotografisch nichts geht – zumindest wenn man im Westen der Republik wohnt und nicht die Möglichkeit hat, sich mal gleich für mehrere Wochen von hier an einen schöneren Ort zu beamen. Bei nasskalter Tristesse und ständig bedecktem Himmel kann man da seine Nase nur ins Bildarchiv stecken und von schöneren Zeiten träumen.

Und das ist auch genau die perfekte Überleitung, um ein paar olle Kamellen auszupacken, die ihr natürlich noch nicht kennen könnt, da diese Internetseite ja erst seit Anfang des Jahres besteht.

Egal. Inspiriert durch die vielen schönen Nebelbilder von Guido van de Water, einem Fotokollegen aus den Niederlanden, zog es mich gleich zwei Jahre in Folge in den Nationalpark „De Maasduinen“, genauer gesagt an einen Ort namens „Het Quin“. Bei diesem Ort handelt es sich um eine kleine aber feine Heidelandschaft kurz hinter der deutschen Grenze. Das Besondere an diesem Ort ist, dass er sich in einem Kessel befindet, so dass sich dort bei entsprechender Witterung Bodennebel bildet und hält. Da das Het Quin zudem auch noch hervorragend mit dem Auto zu erreichen ist, kann man dort im Spätsommer schon vor Sonnenaufgang auf die Düne vor dem Talkessel steigen und hat den perfekten Blick in die aufgehende Sonne!

Natürlich muss es nicht zwingend immer Spätsommer sein, um dort schöne Bilder machen zu können. Meine Zeit ist arbeitsbedingt sehr rationiert, so dass es mir logischerweise nicht möglich ist, ständig und zu allen Jahreszeiten vor Ort zu sein und wir haben ja gelernt, dass die besten Bilder meistens dort entstehen, wo man schnell hinkommt und sich auskennt. Also quasi vor der Haustür - das nennt man Heimvorteil und den habe ich hier natürlich nicht. Aber Guido hat! Wer des englischen mächtig ist, kann sich auf youtube die Videos von Guido anschauen und bekommt eine Ahnung davon, was in dieser Region möglich ist. Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, dass ich nicht zum letzten Mal dort war.

Deshalb können die folgenden Bilder nur ein kleiner Anriss dessen sein, was diese Landschaft zu bieten hat.

Der Morgen beginnt kühl…

… und lässt die Heide violett leuchten.

Die Sonne bricht durch…

… und zaubert Schattenfinger in den Nebel.

Das Wasser glüht…

… und in einem grandiosen Finale entfaltet die Sonne ihre ganze Kraft.

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🇬🇧 Spawning season

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🇬🇧 Het Quin